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Lebenslauf eines Angestellten von swissstrings


Jeder Lebenslauf hat dunkle Schattierungen in der Vergangenheit - meiner auch. Wo die meisten sich um Beschreibungen Ihres Leides drücken, oder gewisse Aussagen zu beschönigen wissen, da fange ich erst an. Ich stehe zu meinen Fehlern und möchte damit schonungslos zum Ausdruck bringen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe, nie davon zu berichten, bevor ich ausgiebig von meinen Vorzügen geschwärmt habe. Schliesslich wollen Sie ja wissen, mit wem Sie es hier zu tun haben.

Anno 1959 hatte ich schreiend das Licht der Welt erblickt. Nach turbulenten Jugendjahren hiess es plötzlich andere Tugenden zu bewahren. Ich lernte Bäcker und Autoservicemann und landete nach der Baubranche bei Beratung und Verkauf.

Da ich immer das Gefühl hatte den falschen Arbeitgeber zu haben und ich nach Freiheit und Unabhängigkeit schrie, blieb mir nichts andres übrig als mich selbständig zu machen.

Da in den jugendlichen Jahren eine grosse Portion Selbstüberschätzung und keine Erfahrungen vorhanden waren, musste ich mehrmals aus eigenem Unvermögen schmerzliche Abstriche erleiden. Die Krankheit ist der Weg zur Besserung kann man da sagen. Ich war viel krank.



Der Druck meiner Verpflichtungen war sehr gross, ich liess mich durch meinen selbst aufgelegten, immer zunehmend schwereren Rucksack, zu immer waghalsigeren Projekten verleiten. Ich wollte beweisen was ich drauf hatte, das hatte zur Folge das ich niemals aufgab und manchmal zu blauäugig an das Gute glaubte.

Der Glaube versetzt Berge, sagt man im Volksmund. Manchmal auch nur Realitäten. Ja nu, durch meinen unbedingten Willen etwas Gutes zu tun und mich selbst zu finden, habe ich viele Stationen des Lebens im Schnellzugtempo erreicht, die mich gestärkt aus diesem Wellental der Gefühle hervor kriechen lassen.

Jetzt ist er unter dem Stein hervor gekrochen und verkündet voller Stolz; Alles war nicht umsonst!
Nach 20 Jahren Berufsleben hatte ich herausgefunden, dass all die abstrakten Tätigkeiten die ich verfolgte mich verfolgten. Jetzt muss ein neuer Lebensabschnitt her!

Nach eingehendem Studium meiner Fähigkeiten und Unzulänglichkeiten, ist der Entschluss gereift, diese überschäumende Kreativität die sich nicht in marktübliche Bahnen kanalisieren lässt, kreativer und gemeinnütziger auszuleben. Somit widme ich mich ausschliesslich den schönen Künsten.

Gesagt, getan; Jetzt hatten meine Frau und ich besprochen, dass wir einen Genius-Club gründen, um die verschiedenen Strömungen und Einflüsse der Mitglieder zu bündeln, um gemeinsam nach neuen Dekor-Produkten zu suchen, anfertigen, vermieten usw. Doch das ist eine andere Geschichte.


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